Die Elektroanlage ist der Teil des Hauses, an den wir am wenigsten denken — solange sie funktioniert. Die meisten Fehler treten aber nicht von einem Moment auf den anderen auf: Zuerst warnen kleine Anzeichen. Ein Schutzschalter, der zu oft auslöst. Eine Steckdose, die sich unter der Hand warm anfühlt. Ein schwacher Brandgeruch rund um den Schalter. An so etwas gewöhnt man sich leicht oder schiebt es auf, dabei warnt auch der Katastrophenschutz, dass verschlissene Leitungen und unterdimensionierte Netze ein erhöhtes Brandrisiko bedeuten.
In diesem Artikel haben wir die fünf häufigsten Anzeichen zusammengestellt, die darauf hindeuten, dass Sie einen Elektriker rufen sollten — und auch, wann Sie sofort handeln müssen und was Sie tun können, bis die Fachkraft eintrifft.
Anzeichen 1: Der Leitungsschutzschalter oder FI-Schalter löst häufig aus
Leitungsschutzschalter (Sicherungsautomat) und FI-Schutzschalter sind die Schutzeinrichtungen des Hauses. Wenn sie auslösen, tun sie genau das, wofür sie da sind: Sie zeigen an, dass etwas nicht stimmt.
- Der Leitungsschutzschalter löst aus, wenn in einem Stromkreis der Strom zu hoch ist — durch Überlast oder Kurzschluss. Wenn zum Beispiel Wasserkocher, Mikrowelle und Bügeleisen gleichzeitig am selben Stromkreis laufen, ist ein Auslösen noch erklärbar. Wiederholt es sich aber scheinbar ohne Grund und regelmäßig, kann das auf einen Fehler im Netz oder in einem Gerät hindeuten.
- Der FI-Schutzschalter löst aus, wenn Strom dorthin „abfließt“, wo er nicht hingehört — das weist auf die Gefahr eines Stromschlags hin. Einen regelmäßig auslösenden FI-Schalter sollten Sie niemals ignorieren.
Was tun? Schalten Sie ihn nicht immer wieder ein. Das wiederholte Einschalten löst den Fehler nicht, sondern verdeckt ihn nur. Rufen Sie eine Fachkraft, die per Messung den fehlerhaften Stromkreis oder das fehlerhafte Gerät findet.
Was Sie der Fachkraft notieren sollten
Bei der Fehlersuche hilft es sehr, wenn Sie sich ein paar Dinge notieren: welcher Leitungsschutz- oder FI-Schalter ausgelöst hat, wann es passiert ist (Tageszeit, Wetter — zum Beispiel nach starkem Regen) und was gerade eingeschaltet war. Wenn das Auslösen immer beim Einschalten eines bestimmten Geräts auftritt, ist auch das eine wichtige Information. Daraus lässt sich oft schon beim Telefonat erkennen, wo zu suchen ist.
Anzeichen 2: Warme, verfärbte Steckdose oder Schalter
Eine Steckdose oder ein Schalter darf sich im Betrieb nicht spürbar erwärmen. Ist das Gehäuse warm, verfärbt, hat braune Flecken oder ist der Kunststoff verformt, kann das auf einen schlechten Kontakt, einen lockeren Anschluss oder Überlastung hindeuten. Bei schlechtem Kontakt erwärmt sich die Anschlussstelle — das kann mit der Zeit die Isolierung zum Schmelzen bringen.
Achten Sie auch darauf, wenn ein Stecker locker in der Dose sitzt, herausfällt oder das Gerät nur in einem bestimmten Winkel funktioniert: Ein lockerer Kontakt kann ebenso zur Erwärmung führen.
Dazu gehört auch, wenn Sie beim Berühren eines Geräts oder Schalters ein leichtes Kribbeln oder einen Stromschlag spüren. Das ist niemals normal.
Was tun? Benutzen Sie die betroffene Steckdose nicht mehr, ziehen Sie die Geräte heraus (wenn das sicher möglich ist) und rufen Sie einen Elektriker. Bei einem Stromschlag schalten Sie den betroffenen Stromkreis im Verteiler ab.
Anzeichen 3: Brandgeruch, Knistern, Funken
Der Geruch nach verbranntem Kunststoff oder „heiß“ in der Nähe einer Steckdose, eines Schalters, einer Lampe oder des Verteilers ist eines der wichtigsten Warnzeichen. Ebenso ein knisterndes, summendes Geräusch aus einem Schalter oder einer Steckdose oder Funken beim Einstecken oder Herausziehen eines Steckers.
Nach dem Rat des Katastrophenschutzes muss ein Elektrogerät bei Überhitzung, ungewöhnlichem Betrieb oder Brandgeruch sofort vom Netz getrennt werden — ziehen Sie den Stecker aus der Steckdose. Kommen Geruch oder Geräusch aus einer fest eingebauten Steckdose, einem Schalter, einer Lampe oder dem Verteiler, schalten Sie den Stromkreis am Leitungsschutzschalter ab und rufen Sie eine Fachkraft.
Was tun? Bei diesem Anzeichen dürfen Sie nicht abwarten. Siehe unten: Wann müssen Sie sofort handeln?
Anzeichen 4: Flackerndes oder schwächer werdendes Licht
Wenn eine Lampe manchmal flackert, kann das auch eine einfache Ursache haben — etwa eine defekte Glühlampe oder einen ungeeigneten LED-Treiber. Tritt das Flackern aber bei mehreren Lampen auf, wird das Licht schwächer, wenn ein größerer Verbraucher einschaltet, oder wird das Flackern von Knistern begleitet, kann das auf einen schlechten Kontakt oder einen überlasteten Stromkreis hindeuten.
LED-Lampen und Dimmer
Häufige Ursache für flackernde LED-Lampen ist, dass Lampe und Dimmer nicht zusammenpassen oder der LED-Treiber ungeeignet ist. Das ist für sich genommen kein Fehler im Netz, sollte aber in Ordnung gebracht werden: Flackerndes Licht stört, und eine ungeeignete Kombination kann auch die Lebensdauer der Geräte verkürzen. Die Fachkraft prüft, ob Lampe, Treiber und Dimmer zusammenarbeiten können.
Was tun? Hilft der Austausch der Glühlampe oder Leuchte nicht und wiederholt sich das Phänomen, lassen Sie den Stromkreis von einer Fachkraft prüfen. Ein schlechter Kontakt verschwindet nicht von selbst.
Anzeichen 5: Veraltete Elektroanlage
Nicht jedes Warnzeichen ist auffällig. Eine alte Anlage kann jahrelang scheinbar fehlerfrei laufen, obwohl sie den heutigen Belastungen längst nicht mehr entspricht. Einige Anzeichen, die auf eine veraltete Anlage hindeuten:
- Alter Verteiler mit Schmelzsicherungen statt Leitungsschutzschaltern oder ein Verteiler ohne FI-Schutzschalter.
- Aluminiumleitungen. Nach Angaben der US-Verbraucherschutzbehörde (CPSC) besteht bei den Anschlüssen alter Aluminiumleitungen ein erhöhtes Risiko der Erwärmung, weshalb man sie von einer Fachkraft prüfen lassen sollte.
- Wenige Steckdosen und viele Verlängerungskabel. Wenn in jeder Ecke der Wohnung Steckdosenleisten und ineinandergesteckte Verlängerungskabel liegen, zeigt das, dass die Anlage den heutigen Ansprüchen nicht gefolgt ist. Der Katastrophenschutz warnt ausdrücklich: Verlängerungskabel nicht überlasten und nicht mehrere Verlängerungskabel ineinanderstecken.
- Neue, große Verbraucher. Ein Induktionskochfeld, eine Klimaanlage, eine Wärmepumpe oder eine Wallbox für das Elektroauto kann eine Belastung bedeuten, für die die alte Anlage nicht ausgelegt wurde.
Was tun? Lassen Sie die Anlage prüfen. Eine Berührungsschutzprüfung zeigt, in welchem Zustand die Anlage ist und was sich zu modernisieren lohnt.
Warum sollten Sie nicht abwarten?
Elektrische Fehler bessern sich selten von selbst. Ein lockerer Anschluss erwärmt sich mit jeder Benutzung weiter, und die Wärme lässt die Isolierung und das Anschlussmaterial altern — so kann ein anfangs harmlos wirkendes Anzeichen mit der Zeit zu einem ernsten Fehler werden. Und hinter einem regelmäßig auslösenden FI-Schalter kann ein Fehlerstrom stehen, der die Gefahr eines Stromschlags bedeutet.
Eine frühe Reparatur ist außerdem meist einfacher: Eine ausgetauschte Steckdose oder ein neu angezogener Anschluss ist ein kleinerer Eingriff als die Instandsetzung einer verschmorten Verbindung oder eines zerstörten Stromkreises.
Wann müssen Sie sofort handeln?
Es gibt Situationen, in denen Sie nicht auf einen Termin warten dürfen:
- Brandgeruch, Rauch oder Funken an einer Steckdose, einem Schalter oder am Verteiler,
- eine heiße, schmelzende oder sich verfärbende Steckdose,
- ein Stromschlag oder Kribbeln beim Berühren eines Geräts oder Schalters.
Dann gilt:
- 1. Schalten Sie den Strom ab, wenn Sie das gefahrlos tun können — schalten Sie den betroffenen Stromkreis oder den Hauptschalter im Verteiler aus. Bei einem Elektrobrand empfiehlt der Katastrophenschutz, den Strom am Stromzähler abzuschalten.
- 2. Fassen Sie nichts an: weder die fehlerhafte Steckdose noch den Schalter oder die Leitung.
- 3. Bei Feuer oder Rauch rufen Sie die 112 an. Elektrobrände dürfen unter Spannung nicht mit Wasser gelöscht werden — dafür eignet sich ein Pulverlöscher.
- 4. Rufen Sie einen Elektriker und schalten Sie den Strom nicht wieder ein, bevor eine Fachkraft den Fehler untersucht hat.
Was können Sie in der Zwischenzeit tun, und was nicht?
Das können Sie tun:
- Drücken Sie die Prüftaste des FI-Schutzschalters in den vom Hersteller empfohlenen Abständen (laut Bedienungsanleitung). Löst er beim Drücken nicht aus, rufen Sie eine Fachkraft.
- Verwenden Sie Kabeltrommel und Verlängerungskabel nicht aufgewickelt, denn unter Last können sie sich überhitzen.
- Prüfen Sie vor der Benutzung die Stecker und Leitungen Ihrer Geräte auf Risse und Brüche.
Das sollten Sie nicht tun:
- Reparieren Sie Steckdose, Schalter oder Verteiler nicht selbst. Auch der Katastrophenschutz rät, Fehler an der Elektroanlage in jedem Fall von einer Fachkraft beheben zu lassen.
- Schalten Sie einen ausgelösten Leitungsschutz- oder FI-Schalter nicht wiederholt wieder ein.
- Decken Sie den Verteiler nicht ab und verstellen Sie ihn nicht — im Notfall muss man schnell herankommen.
Wann sollten Sie eine Prüfung verlangen, auch wenn es keinen Fehler gibt?
Nicht nur Warnzeichen sind ein Grund, einen Elektriker zu rufen. Eine Prüfung ist auch sinnvoll, wenn Sie:
- eine Wohnung oder ein Haus kaufen und nicht wissen, wann die Anlage zuletzt überprüft wurde,
- eine Renovierung planen — bevor die Wände geöffnet werden, lässt sich am einfachsten über die Modernisierung der Anlage entscheiden,
- einen großen Verbraucher einbauen möchten — zum Beispiel eine Wärmepumpe, eine Klimaanlage, ein Induktionskochfeld oder eine Wallbox,
- ein altes Haus haben, dessen Anlage seit Jahrzehnten nicht modernisiert wurde.
Eine Berührungsschutzprüfung endet mit einem Protokoll, sodass Sie ein genaues Bild vom Zustand der Anlage erhalten — und auch davon, was sich zu modernisieren lohnt.
So arbeiten wir bei der Fehlerbehebung
1. Telefonische Abstimmung
Rufen Sie uns zuerst an und beschreiben Sie den Fehler — oft lässt sich schon am Telefon erkennen, worauf wir uns einstellen müssen.
2. Anfahrt
In Sopron und im Umkreis von 30 km richtet sich der Anfahrtstermin nach unserer aktuellen Auslastung. In dringenden Fällen — Brandgeruch, wiederholter Kurzschluss — rufen Sie uns sofort an, und wir vereinbaren den frühestmöglichen Termin.
3. Messtechnische Fehlersuche
Mit Messgeräten lokalisieren wir den fehlerhaften Stromkreis oder das fehlerhafte Gerät.
4. Reparatur
Wenn möglich, reparieren wir vor Ort; wenn ein Ersatzteil nötig ist, besorgen wir es.
5. Dokumentation
Auf Wunsch führen wir eine Berührungsschutzprüfung durch und übergeben ein Protokoll.
Häufige Fragen
Was soll ich tun, wenn die Sicherung ständig auslöst?
Schalten Sie sie nicht immer wieder ein — wahrscheinlich liegt eine Überlast oder ein Kurzschluss im System vor. Rufen Sie eine Fachkraft, die per Messung den fehlerhaften Stromkreis findet.
Ist es gefährlich, wenn die Steckdose warm ist?
Eine Steckdose darf sich im Betrieb nicht spürbar erwärmen. Eine warme oder verfärbte Steckdose kann auf schlechten Kontakt oder Überlastung hindeuten. Benutzen Sie sie deshalb nicht weiter und rufen Sie einen Elektriker.
Was soll ich tun, wenn ich Brandgeruch bemerke?
Wenn Sie es gefahrlos tun können, schalten Sie den betroffenen Stromkreis oder den Hauptschalter ab und fassen Sie die fehlerhafte Stelle nicht an. Bei Rauch oder Feuer rufen Sie die 112 an; Elektrobrände dürfen unter Spannung nicht mit Wasser gelöscht werden. Danach rufen Sie einen Elektriker.
Woran erkenne ich, ob meine Anlage veraltet ist?
Ein Anzeichen kann ein alter Verteiler mit Schmelzsicherungen sein, das Fehlen eines FI-Schutzschalters, Aluminiumleitungen (die man prüfen lassen sollte) und viele Verlängerungskabel wegen zu weniger Steckdosen. Ein genaues Bild liefert eine Berührungsschutzprüfung.
Wie schnell können Sie kommen?
In Sopron und im Umkreis von 30 km hängt der Anfahrtstermin von unserer aktuellen Auslastung ab. In dringenden Fällen rufen Sie uns sofort an, und wir vereinbaren den frühestmöglichen Termin.
Haben Sie eines der Anzeichen bemerkt?
Warten Sie nicht. Rufen Sie uns an — im Rahmen einer kostenlosen Vor-Ort-Begehung sehen wir uns Ihre Anlage an und sagen Ihnen, was sich zu reparieren oder zu modernisieren lohnt. In Sopron und im Umkreis von 30 km.
📞 +36 30 522 7954 ✉️ info@simplesmartelektro.hu Fehlersuche und -behebung in Sopron → Elektroinstallation in Sopron →