Wenn Sie sich schon einmal für Smart Home interessiert haben, haben Sie es mit ziemlicher Sicherheit schon gehört: „Das lohnt sich nur im Neubau.“ Das stimmte früher einmal — heute nicht mehr. Ein bewohntes, eingerichtetes Haus oder eine Wohnung lässt sich heute smart machen, ohne Putz, Fliesen oder Anstrich anzurühren: entweder mit ein paar einfachen Funkmodulen oder mit der Loxone Air Technologie, die das komplette Loxone-System ohne Kabel in ein bestehendes Zuhause bringt. Dieser Artikel ist der siebte und abschließende Teil unserer Loxone-Serie: Wir fassen zusammen, was sich heute ohne Stemmen umsetzen lässt — von der Beleuchtung bis zur Energieüberwachung —, wie die Arbeit bei uns von der ersten Begehung bis zur Übergabe abläuft, und auch, wann wir ehrlich gesagt doch die kabelgebundene Lösung empfehlen.
📚 Loxone Artikelserie
- Übersicht — was sind die Vorteile?
- Loxone Lichtsteuerung — im Detail
- Heizungs- & Klimaautomatik — im Detail
- Beschattung und Rollladensteuerung
- Loxone Sicherheitssystem
- Loxone Energiemanagement
- Smart-Home-Nachrüstung — ohne Stemmen (dieser Artikel, der Abschluss der Serie)
Warum glauben viele, dass das nur im Neubau geht?
Das klassische Loxone-System (Tree) ist tatsächlich kabelgebunden: Schalter und Sensoren kommunizieren über ein eigenes Buskabel (Loxone Tree) mit dem Miniserver, die Motoren bekommen ein separates Kabel (typischerweise ein 4-adriges YSLY-Kabel). Das bietet maximale Zuverlässigkeit, erfordert aber eine Kabelverlegung — und die bedeutet im Bestandshaus erhebliche Stemmarbeiten. Daher kommt der Mythos.
In Wirklichkeit gibt es aber zwei Wege, diese Hürde zu umgehen: einfachere, Funktion für Funktion erweiterbare Funkmodule — und die eigene, genau dafür entwickelte Air-Technologie von Loxone.
Zwei Wege: einfache Module oder ein einheitliches Loxone Air System
Bei der Nachrüstung können Sie grundsätzlich zwischen zwei Richtungen wählen — und auch das entscheiden wir gemeinsam bei der Begehung:
- Einfachere Funklösungen (Shelly, Philips Hue, Aqara, Fibaro). Diese Relais und Sensoren werden meist hinter den vorhandenen Schaltern eingebaut und kommunizieren per WLAN oder Z-Wave. Eine flexible Einstiegslösung, die sich Funktion für Funktion, Schritt für Schritt aufbauen lässt — zum Beispiel, wenn Sie zunächst nur die Beleuchtung im Wohnzimmer oder die Rollläden smart machen möchten.
- Loxone Air — ein einheitliches, professionelles System. Wenn Sie das ganze Zuhause in einem System steuern möchten, ist Loxone Air die richtige Wahl: Der Miniserver kommuniziert kabellos mit den Geräten, und Sie steuern alle Funktionen des Hauses aus einer einzigen App. Als offizieller Loxone Silver Partner begleiten wir den gesamten Prozess von der Planung bis zur Übergabe.
🔑 Das Wichtigste in einem Satz: Loxone Air ist kein günstigerer Kompromiss — sondern die kabellose Variante desselben Premium-Systems, speziell für Bestandsgebäude entwickelt. Reichen Ihnen dagegen ein oder zwei Funktionen, kann auch ein einfaches Modul eine völlig gute Wahl sein — das sagen wir Ihnen bei der Begehung ehrlich.
Was ist Loxone Air?
Loxone Air ist das eigene bidirektionale 868-MHz-Funkprotokoll von Loxone mit AES-128-Verschlüsselung. Kein WLAN, kein Bluetooth, kein Z-Wave — sondern ein speziell für die Gebäudeautomation entwickeltes, stabiles und sicheres Protokoll.
Die Auswahl an Geräten ist groß — für nahezu jede Funktion gibt es eine kabellose Lösung:
- Nano Dimmer Air — wird in die Schalterdose eingebaut und dimmt die vorhandenen Leuchten.
- Touch Pure Air — Touch-Bedienelement für die Wand, auch ohne Kabel installierbar.
- Motion Sensor Air — Präsenzmelder, an die Decke klebbar, batteriebetrieben.
- Temperature and Humidity Sensor Air — Temperaturmessung Raum für Raum, ebenfalls batteriebetrieben.
- Shading Actuator Air — Rollladen- und Beschattungssteuerung für vorhandene Motoren.
- Door & Window Contact Air — Tür-/Fensterkontakt, klebbar, mit mehrjähriger Batterielaufzeit.
Und was vielleicht am wichtigsten ist — ob einfaches Modul oder Loxone Air: Die gewohnten Schalter bleiben. Das smarte Modul kommt hinter den Schalter; der Schalter funktioniert wie bisher, nur lässt sich das Zuhause zusätzlich per Smartphone und über Automatiken steuern.
Was lässt sich ohne Stemmen smart machen — Raum für Raum?
Beleuchtung
Mit Modulen hinter den Schaltern lassen sich die vorhandenen Leuchten schalten, bei dimmbaren Leuchtmitteln auch in der Helligkeit regeln, und die Lichter lassen sich zu Szenen zusammenfassen (z. B. „Abendessen“, „Film“, „Alles aus“). Mit einem Präsenzmelder schaltet sich das Licht im Flur oder im Bad von selbst. Mehr dazu: Loxone Lichtsteuerung.
Rollläden und Beschattung
Bereits motorisierte Rollläden, Rollos und Jalousien bekommen ein Funk-Steuermodul und lassen sich so per Smartphone, nach Zeitplan oder automatisch bewegen — auch anhand von Sonnen- und Windsensor. Mehr dazu: Loxone Beschattung und Rollladensteuerung. Wird der Rollladen noch von Hand bedient, muss er zuerst motorisiert werden, und dafür braucht es Strom am Fenster — ob das ohne Stemmen möglich ist, prüfen wir bei der Begehung und sagen Ihnen vorab Bescheid, wenn an einer Stelle doch Installationsarbeiten nötig sind.
Heizung und Klima
Mit smarten Thermostaten und Temperatursensoren in jedem Raum lässt sich die Heizung raumweise, nach Zeitprogramm oder nach Anwesenheit regeln. Klimageräte werden meist über eine Infrarot-Steuerung (IR) eingebunden, sodass auch das vorhandene Klimagerät nicht ausgetauscht werden muss. Mehr dazu: Loxone Heizungs- & Klimaautomatik.
Sicherheit
Klebbare Tür- und Fensterkontakte, Bewegungsmelder und Push-Benachrichtigungen aufs Smartphone: Öffnet sich in Ihrer Abwesenheit eine Tür oder gibt es Bewegung im Haus, erfahren Sie es sofort. Diese Sensoren laufen meist mit Batterie und brauchen kein Kabel. Mehr dazu: Loxone Sicherheitssystem.
Wünschen Sie zusätzlich eine Videoüberwachung, installieren wir diese als separates, eigenständiges Hikvision-Kamerasystem mit eigener App — dieses verbinden wir nicht mit dem Loxone-System. Ob Ihnen die Benachrichtigung durch Sensoren genügt oder ein komplettes Kamerasystem nötig ist, entscheiden wir gemeinsam bei der Begehung.
Energieüberwachung
Mit Modulen, die auch den Verbrauch messen können, sehen Sie pro Stromkreis oder pro Raum, was wie viel Strom verbraucht — das ist auch die Grundlage dafür, Erzeugung und Verbrauch einer eventuellen PV-Anlage an einem Ort zu sehen. Konkrete Einsparungen versprechen wir vorab nicht, denn die hängen von Gewohnheiten und Geräten ab. Mehr dazu: Loxone Energiemanagement.
Wie läuft die Nachrüstung bei uns ab?
1. Kostenlose, unverbindliche Vor-Ort-Begehung. In Sopron und im Umkreis von 30 km kommen wir zu Ihnen und sehen uns an, was vorhanden ist: den Zustand der Elektroinstallation, die Schalterdosen, die Rollläden, die Heizung und die WLAN-Abdeckung. Dabei hören wir uns an, was Sie sich wünschen: was Sie heute stört und was Sie von einem Smart Home erwarten.
2. Vorschlag und detailliertes Angebot. Nach der Begehung beschreiben wir, welchen Weg wir empfehlen — einfache Module oder ein Loxone Air System —, warum, und in welcher Reihenfolge es sich lohnt vorzugehen. Die Kosten hängen vom Objekt und den gewählten Funktionen ab, deshalb erhalten Sie nach der Begehung ein detailliertes Angebot, aus dem Sie genau sehen, was wie viel kostet.
3. Installation und Programmierung. Die Grundausstattung einer durchschnittlichen Wohnung dauert typischerweise 1–2 Arbeitstage. Kein Stemmen, kein Streichen, kein Staub: Die Module kommen in die vorhandenen Dosen, die Sensoren werden geklebt oder geschraubt. Danach richten wir die Automatiken und die App ein und zeigen Ihnen, wie Sie das System im Alltag nutzen.
4. Erweiterung, wann Sie möchten. Sie müssen nicht alles auf einmal machen. Sie können mit einem Raum oder einer Funktion beginnen und später auf das ganze Haus erweitern. Im Loxone-System arbeiten kabellose (Air) und kabelgebundene (Tree) Geräte innerhalb einer Zentrale auch gemischt, sodass sich bei einer späteren Renovierung auch kabelgebundene Geräte ergänzen lassen.
Dieses schrittweise Vorgehen bedeutet in der Praxis, dass Sie keine große, einmalige Entscheidung treffen müssen. Viele unserer Kunden beginnen mit einem Raum oder einer einzigen Funktion (meist mit der Beleuchtung oder den Rollläden), sehen, wie es sich im Alltag bewährt, und erweitern nach einem halben bis einem Jahr auf Heizung, Sicherheit oder Energieüberwachung. Da alle Air-Geräte im selben Miniserver zusammenlaufen, bedeutet eine Erweiterung nicht die Einführung eines neuen Systems, sondern die Ergänzung des bestehenden.
Loxone Air vs. Loxone Tree — wann was?
Die beiden Systeme konkurrieren nicht miteinander — sie ergänzen sich und werden in vielen Häusern auch gemeinsam eingesetzt.
| Aspekt | Loxone Tree (kabelgebunden) | Loxone Air (kabellos) |
|---|---|---|
| Ideal wann? | Neubau, größere Renovierung | Bestandshaus, Nachrüstung |
| Kabelverlegung nötig? | Ja | Nein |
| Stromversorgung der Geräte | Über Kabel | Batterie oder vorhandenes 230-V-Netz |
| Zuverlässigkeit | ✓ Maximal | ✓ Hervorragend (bidirektionale, bestätigte Kommunikation) |
| Erweiterbarkeit | ✓ Unbegrenzt | ✓ Flexibel |
| Miteinander kombinierbar? | ✓ Ja — innerhalb eines Miniservers auch gemischt einsetzbar | |
Wann ist die kabelgebundene Lösung doch besser?
Im Bestandshaus ist das kabellose System meistens eine gute Wahl, aber nicht immer die beste. Spricht die Situation für etwas anderes, sagen wir Ihnen das ehrlich:
- Sie stehen vor einer größeren Renovierung oder einem Neubau. Wenn die Wände ohnehin offen sind, ist das kabelgebundene System (Loxone Tree) am zuverlässigsten, und die Geräte werden ohne Batteriewechsel über Kabel versorgt. Dann lohnt es sich, Elektroinstallation und Smart Home gemeinsam zu planen — siehe Smart-Home-Installation und Neubau eines Einfamilienhauses.
- Die vorhandene Elektroinstallation muss erneuert werden. Auf eine veraltete oder fehlerhafte Installation sollte man keine smarten Module setzen: Sicherheit geht vor. Sehen wir so etwas bei der Begehung, sagen wir es Ihnen — und die Elektroinstallation lässt sich aus einer Hand mit erledigen.
- An einzelnen Stellen ist die Funkverbindung nicht stabil. Wäre die kabellose Kommunikation wegen der Bauweise des Hauses irgendwo nicht zuverlässig, empfehlen wir dort eine kabelgebundene Lösung oder eine Kombination aus beiden.
- Sie planen sehr viele Sensoren und komplexe Automatiken. In batteriebetriebenen Sensoren muss ab und zu die Batterie gewechselt werden; bei größeren Systemen berücksichtigen wir das in unserem Vorschlag.
Die beiden Lösungen schließen sich nicht aus: In vielen Häusern arbeiten kabellose und kabelgebundene Geräte zusammen.
3 Mythen über das kabellose Smart Home
❌ „WLAN-Lösungen sind unzuverlässig.“
Das mag für günstige WLAN-Geräte zutreffen — aber Loxone Air ist kein WLAN. Die 868-MHz-Frequenz ist viel weniger überlastet als das 2,4-GHz-WLAN-Band. Jede Nachricht wird bidirektional bestätigt: Geht ein Paket verloren, sendet das System es automatisch erneut.
❌ „Batteriebetriebene Geräte brauchen ständige Wartung.“
Die Batterien der Loxone Air Sensoren halten bei normaler Nutzung typischerweise jahrelang. Das System überwacht den Batteriestand und schickt eine Benachrichtigung, wenn ein Wechsel nötig ist.
❌ „Weniger Funktionen als beim kabelgebundenen System.“
Nein. Loxone Air Geräte lassen sich genauso programmieren und unterstützen dieselben Automatiken, Szenen und Zeitpläne wie Tree-Geräte. Der Unterschied liegt nur in der Art der Kommunikation.
Für wen wir das empfehlen — und zusammengefasst
Um ein bestehendes Zuhause smart zu machen, muss man heute nichts mehr aufstemmen. Beleuchtung, Rollläden, Heizung und Klima, Sicherheitssensoren und Verbrauchsmessung lassen sich auch kabellos umsetzen, und die gewohnten Schalter bleiben erhalten — ob mit ein paar einfachen Modulen oder mit einem kompletten Loxone Air System. Der Schlüssel ist eine gute Begehung: Dabei zeigt sich, welcher Weg besser zu Ihrem Zuhause passt — und auch, ob an einer Stelle doch die kabelgebundene Lösung die bessere ist.
Diese Lösung ist besonders dann eine gute Wahl, wenn:
- Sie Ihr bewohntes, eingerichtetes Zuhause smart machen möchten — ohne Renovierung oder großes Chaos.
- Sie zunächst nur ein oder zwei Funktionen (z. B. Beleuchtung oder Rollläden) ausprobieren möchten, bevor Sie auf das ganze Haus erweitern.
- Ihnen wichtig ist, dass die gewohnten Schalter, die Einrichtung und die Oberflächen unverändert bleiben.
- Sie bereits an eine PV-Anlage oder ein energiebewussteres Zuhause gedacht haben und all das in einem System sehen möchten.
- Sie schon einmal über ein Smart Home nachgedacht haben, aber der Gedanke abgeschreckt hat, dass man „sowieso alles aufstemmen müsste“ — genau diesen Mythos räumt dieser Artikel aus.
Häufige Fragen
Muss im bestehenden Haus gestemmt oder etwas abgerissen werden?
Nein. Kabellose Systeme werden hinter den vorhandenen Schaltern bzw. über Funk eingebunden, die Wände bleiben unberührt. Stellt sich bei der Begehung heraus, dass für eine Funktion — etwa die Motorisierung eines handbetriebenen Rollladens — doch ein Kabel nötig wäre, sagen wir Ihnen das vorab.
Bleiben meine alten Schalter erhalten?
Ja. Das smarte Modul kommt hinter den vorhandenen Schalter, der Schalter funktioniert weiterhin wie gewohnt, lässt sich aber zusätzlich per App und über Automatiken steuern.
Was ist der Unterschied zwischen einfachen Modulen (z. B. Shelly) und Loxone Air?
Einfache Module sind eine flexible Einstiegslösung, die sich Funktion für Funktion aufbauen lässt. Loxone Air ist ein zentral gesteuertes, professionelles System, wenn Sie das ganze Zuhause aus einem Guss steuern möchten. Was besser zu Ihnen passt, empfehlen wir Ihnen nach der Begehung.
Kann ich klein anfangen und später erweitern?
Ja. Sie können mit einem Raum oder einer Funktion beginnen und später auf das ganze Haus erweitern — auch so, dass später kabelgebundene (Tree) Geräte hinzukommen.
Wie lange dauert es, und was kostet es?
Die Grundausstattung einer durchschnittlichen Wohnung dauert typischerweise 1–2 Arbeitstage. Die Kosten hängen vom Objekt und den gewünschten Funktionen ab, deshalb erhalten Sie nach der kostenlosen Vor-Ort-Begehung ein detailliertes Angebot.
📚 Das Ende der Serie — alle 7 Teile auf einen Blick
Damit ist unsere Loxone-Serie abgeschlossen: Von den allgemeinen Vorteilen über Beleuchtung, Heizungs- und Klimaautomatik, Beschattung, Sicherheit und Energiemanagement haben wir gezeigt, was ein gut geplantes Loxone-System kann — und dass sich all das auch ohne Stemmen in ein bestehendes Zuhause einbauen lässt.
- 1. Loxone Smart Home — welche Vorteile?
- 2. Loxone Lichtsteuerung — im Detail
- 3. Loxone Heizungs- & Klimaautomatik
- 4. Loxone Beschattung und Rollladensteuerung
- 5. Loxone Sicherheitssystem
- 6. Loxone Energiemanagement
- 7. Smart Home im Bestandshaus, ohne Stemmen (dieser Artikel)
Wenn Sie danach das Gefühl haben, dass ein Smart-Home-System zu Ihrem Zuhause passen würde — ob Neubau oder nachträgliche Aufrüstung eines bestehenden Zuhauses —, ist der beste nächste Schritt eine kostenlose, unverbindliche Vor-Ort-Begehung. Details zu unserem Angebot finden Sie auf der Seite Smart-Home-Nachrüstung in Sopron.
Möchten Sie Ihr Zuhause smart machen?
In Sopron und Umgebung — auch in Fertőd, Fertőszentmiklós, Nagycenk, Kapuvár und den umliegenden Orten — beginnen wir mit einer kostenlosen, unverbindlichen Vor-Ort-Begehung. Wir zeigen Ihnen, was in Ihrem Zuhause möglich ist und wie lange es dauert.
📞 +36 30 522 7954 ✉️ info@simplesmartelektro.hu Smart-Home-Nachrüstung in Sopron →