Smart Home · Neubau

    Neubau mit Smart Home — von der Planung bis zur Schlüsselübergabe, aus einer Hand

    Wie wir bei einem neuen Einfamilienhaus vorgehen, wenn wir Elektroinstallation und Loxone Smart Home aus einer Hand umsetzen — was in welchem Schritt entschieden wird und worauf Sie von Anfang an achten sollten.

    Simple Smart Elektro · September 2026 · 7 Min. Lesezeit

    Beim Bau eines neuen Einfamilienhauses steht eine Entscheidung nach der anderen an: Grundriss, Bodenbeläge, Fenster und Türen, Heizung. Das Elektronetz und das Smart-Home-System kommen in dieser Reihe oft erst gegen Ende an die Reihe — wenn die Wände schon stehen und der Tischler bereits die Küche ausmisst. Dabei ist gerade das „Nervensystem“ des Hauses am schwersten nachträglich zu ändern. Ein ungünstig platzierter Schalter, ein fehlendes Schutzrohr oder ein zu kleiner Verteilerschrank können die Bewohner jahrzehntelang begleiten.

    In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie wir bei einem neuen Einfamilienhaus vorgehen, wenn wir die Elektroinstallation und das Loxone Smart Home aus einer Hand umsetzen — von der Planung bis zur Schlüsselübergabe. Wir zeigen, was in welchem Schritt entschieden wird, worauf Sie schon ganz am Anfang achten sollten, und anhand eines realen, derzeit laufenden Projekts in Sopron auch, wie das alles in der Praxis aussieht.

    Warum beginnt das Smart Home bei der Planung?

    Ein Smart Home ist keine Box, die man kurz vor dem Einzug montiert. Das Loxone-System baut auf dem Elektronetz des Hauses auf: Jede Leuchte, jeder Rollladen, jeder Heizkreis und jeder Sensor ist über eine Leitung damit verbunden. Werden diese Leitungen nicht im Voraus geplant, lassen sie sich später nur mit Kompromissen — oder durch Stemmen — nachrüsten.

    Eine frühe Planung hat drei große Vorteile:

    • Alles kommt an die richtige Stelle. Schalter, Sensoren und Bedienpanels sitzen dort, wo sie im Alltag bequem sind — und nicht dort, wo sich gerade noch ein Kabel hinziehen ließ.
    • Das Haus bleibt erweiterbar. Wenn Reserve-Leerrohre und der Platz für Wallbox, Wärmepumpe oder PV-Anlage schon jetzt eingeplant sind, bedeutet eine spätere Erweiterung keinen Abriss.
    • Es entsteht ein System, nicht viele einzelne. Wenn Beleuchtung, Beschattung, Heizung und Zutrittskontrolle gemeinsam geplant werden, arbeiten die Funktionen aufeinander abgestimmt — und nicht aus fünf verschiedenen Apps.

    Deshalb sagen wir allen Bauherren: Holen Sie den Elektriker und den Smart-Home-Planer nicht erst nach den Tischlerarbeiten ins Boot, sondern schon zusammen mit dem Grundriss.

    Der Ablauf Schritt für Schritt

    Ein Neubau in sechs Schritten
    1 Einbindung in die Planung entscheidet: was Sie brauchen 2 Elektro- und Loxone-Plan entscheidet: wo jeder Punkt sitzt 3 Grund- und Rohinstallation entscheidet: was in die Wand kommt 4 Verteilerschrank entscheidet: Module und Reserveplatz 5 Feininstallation & Programmierung entscheidet: Szenen und Automatiken 6 Übergabe & Feinabstimmung entscheidet: den Alltagsbetrieb

    1. Einbindung in die Planung

    Beim ersten Treffen sprechen wir nicht über Kabel, sondern über Ihr Leben. Wie viele Personen wohnen im Haus? Wer steht früh auf, wer arbeitet von zu Hause? Wo liegt das Wohnzimmer, wo liegen die Schlafzimmer, wohin zeigt die große Glasfläche? Gibt es einen Pool, eine Gartenbeleuchtung, eine Garage, ein Elektroauto? Aus diesen Antworten ergibt sich, welche Funktionen in welchem Raum gebraucht werden.

    In dieser Phase sehen wir uns auch die Pläne des Architekten an und weisen darauf hin, wenn etwas auf der Elektroseite Schwierigkeiten bereiten würde — etwa wenn ein Technikraum für den Verteiler zu klein ist oder eine abgehängte Decke genau dort fehlt, wo sie für die Beleuchtung gebraucht würde.

    2. Elektro- und Loxone-Plan

    Auf Basis des Grundrisses erstellen wir den Elektroplan: Lichtauslässe, Steckdosen, Netzwerkanschlüsse sowie die Positionen von Schaltern, Sensoren und Bedienelementen. Parallel dazu planen wir das Loxone-System: welches Modul welche Funktion steuert, wo der Miniserver sitzt und wie viel Reserve für Erweiterungen wir lassen.

    Beide Pläne entstehen bewusst gleichzeitig. So kann es nicht passieren, dass der Elektroplan einen klassischen Schalter vorsieht, wo im Smart Home ein Präsenzmelder sitzen sollte.

    3. Grund- und Rohinstallation

    Die Grundinstallation beginnt schon in einer frühen Bauphase: In die Bodenplatte oder den Fußbodenaufbau kommen die Erdkabel und die Schutzrohre für die Außenbeleuchtung, und auch der Platz für die Wallbox wird vorbereitet.

    Bei der Rohinstallation werden Schutzrohre und Kabel in Wände und Decken verlegt — noch vor dem Verputzen. Hier wird der Plan greifbar: Jeder Sensor, jeder Schalter und jeder Rollladenmotor hat seine eigene Leitung. Die Kabeltypen wählen wir passend zur Aufgabe: die 230-V-Stromkreise, das Loxone Tree-Kabel für Sensoren und Bedienelemente und bei den Rollladenmotoren ein 4-adriges YSLY-Kabel, über das sowohl die Stromversorgung als auch die Steuerung des Motors läuft.

    Was kommt vor dem Verputzen in die Wand?
    Wand 230-V-Stromkreise Licht und Steckdosen T Loxone Tree-Kabel Sensoren und Bedienelemente 4-adriges YSLY-Kabel Rollladen: Strom + Steuerung LAN Netzwerkkabel (Daten) Netzwerkanschlüsse Reserve-Leerrohr für spätere Erweiterungen vor dem Verputzen ist jeder Kreis messbereit

    Vor dem Verputzen ist jeder Stromkreis bereit für die Messung: Jetzt lässt sich noch alles korrigieren oder ergänzen, später nur noch durch Aufstemmen.

    4. Der Verteilerschrank

    Der Verteilerschrank ist das Herz der Elektroinstallation — im Smart Home ganz besonders, denn hier sitzen auch die Loxone-Module. Bei einem Neubau montieren wir den Verteiler in der Regel in unserer Werkstatt vor: Dort entsteht er unter geordneten Bedingungen nach einer genauen Dokumentation, beschriftet und durchgemessen, und vor Ort muss er nur noch angeschlossen werden. (Mehr dazu: Verteilerkasten-Vormontage in Sopron.)

    5. Feininstallation und Programmierung

    Nach dem Verputzen und Streichen folgt die Feininstallation: Schalter, Steckdosen, Leuchten, LED-Streifen, Sensoren und Bedienpanels kommen an ihren Platz, und der Miniserver wird eingebaut.

    Danach kommt die Programmierung, die im Smart Home mindestens so wichtig ist wie die Montage. Wir richten die Lichtszenen, die raumweise Heizungs- und Kühlregelung, die Beschattungsautomatik, die Zutrittskontrolle und die Alarmanlage ein — und verknüpfen alles miteinander, damit das System als Einheit arbeitet.

    6. Übergabe und Feinabstimmung

    Bei der Übergabe gehen wir das System gemeinsam mit Ihnen durch: Wir zeigen Ihnen die App und die Bedienelemente und übergeben die Bedienungsanleitung sowie die Fotodokumentation. Was sich im Alltag bewährt und was man besser anders einstellt, zeigt sich erst nach dem Einzug — deshalb stimmen wir das System in den ersten Monaten fein ab: Wir passen die Szenen an, justieren die Zeitsteuerungen und erweitern bei Bedarf die Sensorik.

    Was sollten Sie schon am Anfang entscheiden?

    Sie müssen nicht sofort auf alles eine Antwort haben — dabei helfen wir Ihnen. Einige Fragen sollten Sie sich aber schon zu Beginn der Planung überlegen:

    • Was ist in welchem Raum wichtig? Stimmungslicht im Wohnzimmer, ein nächtliches Orientierungslicht im Flur, Präsenzerkennung im Ankleidezimmer.
    • Welche Beschattung soll es werden? Rollläden, Raffstores oder Markisen — das spielt schon bei der Bestellung der Fenster eine Rolle und bestimmt, wohin ein Motorkabel muss.
    • Wie wird geheizt und gekühlt? Fußbodenheizung, Wärmepumpe, Klimaanlage — für die raumweise Regelung braucht es Sensoren und eine Ventilsteuerung.
    • Kommen ein Elektroauto, eine PV-Anlage oder ein Batteriespeicher? Auch wenn nicht sofort: Den Platz dafür heute vorzubereiten, ist viel einfacher als später.
    • Wie möchten Sie das Haus bedienen? Per App, über ein Bedienelement an der Wand, mit klassischen Tastern — oder mit allen dreien.
    • Wie viel Reserve sollen wir einplanen? Für künftige Erweiterungen: Reserve-Leerrohre, Platz im Verteiler und ein Netzwerkkabel in jedes Zimmer.

    Praxisbeispiel: ein neues Einfamilienhaus in Sopron, an dem wir gerade arbeiten

    An einem neuen Einfamilienhaus in Sopron arbeitet unser Team derzeit — das Projekt läuft noch, deshalb zeigen wir hier die Planung und den aktuellen Stand, nicht das fertige Ergebnis.

    Laut Planung und Materialliste sind das die Zielfunktionen des Loxone-Systems:

    • Beleuchtung im ganzen Haus mit voreingestellten Lichtszenen — zum Beispiel schalten alle Leuchten mit einem einzigen Tastendruck aus — und raumweiser Schaltung.
    • Beschattung und Steuerung der Dachfenster, ergänzt durch eine Außen-Wetterstation (Wind, Sonne, Niederschlag).
    • Raumweise Heizungs- und Kühlregelung mit Fußbodenheizkreisen und BUS-Ansteuerung der Wärmepumpe.
    • Tor-, Tür- und Zutrittssteuerung, gemeinsam mit der Alarmanlage in eine Oberfläche integriert.
    • Energiemessung und die Einbindung der Ladestation für das Elektroauto (Wallbox) in das System.
    • Einheitliche Bedienoberfläche (App, Wandterminal) mit gesammelten Störmeldungen und unterbrechungsfreier Stromversorgung, damit das System auch bei einem Stromausfall nicht stillsteht.
    Eine gemeinsame Oberfläche
    Loxone Miniserver App · Wandterminal Beleuchtung Lichtszenen Beschattung + Wetterstation Heizen & Kühlen + Wärmepumpe (BUS) Zutritt + Alarmanlage Energiemessung + Wallbox Notstrom (USV) + Störmeldungen Zielfunktionen des Beispiels aus Sopron, laut Planung

    Die Ausführung befindet sich gerade in der Phase, in der das Verteilernetz und die Verkabelung entstehen. Das leere Gehäuse des Verteilerschranks ist bereits an seinem Platz, mit vorbereiteten Kabeleinführungen; in den Räumen sieht man die in Boden und Wand verlegten Schutzrohre, die in die Wand eingelassenen Abzweigdosen und die Metall-Unterkonstruktionen der abgehängten Decken — darauf baut später das komplette Smart-Home-System auf. Bilder des Projekts finden Sie auf der Seite Referenzen.

    Dieses Projekt zeigt gut, warum sich ein früher Start lohnt: Die Wetterstation, die BUS-Ansteuerung der Wärmepumpe, die Wallbox und die USV sind allesamt Elemente, deren Verkabelung und Platz vor der Rohinstallation feststehen mussten.

    Wie arbeiten wir mit Architekt und Bauunternehmen zusammen?

    Bei einem Neubau arbeiten viele Gewerke nebeneinander, und die Elektroarbeiten berühren sie alle: den Heizungsbauer bei der Heizung, den Fensterbauer bei den Rollläden, den Fliesen- und Bodenleger beim Boden, den Tischler bei der Küche. Deshalb besteht ein großer Teil unserer Arbeit aus Abstimmung.

    • Mit dem Architekten stimmen wir uns in der Planungsphase ab: Platz des Verteilers, abgehängte Decken, Technikraum.
    • Mit dem Heizungsbauer über die Steuerung von Heizung und Kühlung: welcher Kreis wohin kommt, was Loxone steuert und wo ein Sensor nötig ist.
    • Mit dem Fensterbauer über die Rollladen- und Raffstoremotoren, damit das Motorkabel an der richtigen Stelle auf den Einbau wartet.
    • Mit dem Generalunternehmer über den Zeitplan, damit sich Rohinstallation, Verputzen und Feininstallation nicht gegenseitig behindern.

    Für Sie heißt das: Für die Elektroinstallation und das Smart-Home-System gibt es einen einzigen Verantwortlichen — Sie müssen nicht zwischen den Gewerken vermitteln.

    Häufige Fragen

    Wann sollte der Elektriker in den Bau eingebunden werden?

    Schon in der Planungsphase, zusammen mit dem Grundriss. Die Elektroinstallation und das Smart-Home-System sollten nicht erst nach den Tischlerarbeiten, sondern in der frühesten Phase geplant werden, damit jede Leitung und jede Vorbereitung an ihren Platz kommt.

    Muss ich schon jetzt jede Funktion festlegen?

    Nein. Das Wichtigste ist, dass Verkabelung und Schutzrohre an ihrem Platz sind — ein Teil der Funktionen lässt sich auch später, bei der Programmierung, noch erweitern. Deshalb planen wir Reserven im Verteiler und in den Wänden ein.

    Was ist beim Neubau der Unterschied zwischen Loxone Tree und Loxone Air?

    Beim Neubau empfehlen wir für Sensoren und Bedienelemente in der Regel das kabelgebundene Loxone Tree, weil die Verkabelung ohnehin stattfindet. Das kabellose Loxone Air ist dort nützlich, wo später etwas ergänzt werden soll. Beides lässt sich in einem System kombinieren.

    Wer programmiert das System, und was ist, wenn sich meine Wünsche ändern?

    Die Programmierung übernehmen wir als Loxone Silver Partner. Wenn sich Ihre Wünsche ändern — eine neue Szene, eine andere Zeitsteuerung, ein zusätzlicher Sensor —, erweitern und passen wir das System an, in der Regel ohne Stemmarbeiten.

    Was passiert bei einem Stromausfall?

    Das ist eine Frage der Planung. In unserem Praxisbeispiel erhalten die Steuereinheiten eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, damit das System auch bei einem Stromausfall nicht stillsteht. Was Sie bei sich brauchen, entscheiden wir gemeinsam bei der Planung.

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    Sie planen einen Neubau? Sprechen wir darüber, bevor die Wände stehen.

    Bei einer kostenlosen Vor-Ort-Begehung sehen wir uns Ihre Pläne an und zeigen Ihnen, welche Elektro- und Smart-Home-Lösung zu Ihrem Haus passt — in Sopron und im Umkreis von 30 km.

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